Reit- und Fahrverein Niddertal e. V.
Reit- und Fahrverein Niddertal e. V.

Mitte Juni habe ich meine Wanderreitabzeichen I und II sowie die Prüfung zum Wanderreitführer bei Uwe Göbel in Bad Hersfeld abgelegt. Der schön und verkehrsgünstig gelegen Hof war mir direkt sympathisch. Außer mir waren noch 4 weitere Teilnehmer zum Wanderreitabzeichen I angereist, einer davon mit eigenem Pferd. Daneben waren noch das Safari-Pärchen und Ina angereist. Ina war extra aus Bremen gekommen und hatte zu diesem Zweck spontan am Abend davor noch ein Auto gekauft. Nach der üblichen Kennenlernrunde gab es theoretischen Unterricht nach Fn-Richtlinie und anschließend Mittagessen in der nahegelegenen Jugendherberge.

Am Nachmittag ging es zum Glücke der Herde noch auf den Rücken der Pferde durch die schöne Natur der Mutter Erde. Es war direkt spannend, über eine Holzbrücke, einen engeren Radweg zwischen See und Restaurant, unter einem Werbeschild durch, über eine schmale hohe Brücke über Wasser, an Autobahnen vorbei, unter Brücken durch und Steilhänge hoch. Nichts für Schwache Nerven, nur für echte Kerle! Ebenso die erste Galoppstrecke. Zitat Uwe: „Die gibt auch nichts anderes her!“ außer zu galoppieren. Dann habe auch ich mal kurz geschluckt, bin ich doch nur noch Frankfurter Feldlandschaft gewohnt. Rechts geht’s runter, links hoch, im Wald, das Geläuf voller Laub und gelegentlicher kleinerer Äste und Stellen tieferen Waldbodens. Immerhin war der Weg breit genug um sicher zu reiten. Herrlich! Nach einem kurzen Ritt wieder zuhause angekommen bekamen wir Kartenmaterial der berittenen Umgebung und die Aufgabe die gerittene Strecke zu rekonstruieren.  

Die nächsten Tage verbrachten wir mit ausgedehnten Ausritten und praktischem Üben von Kartenkunde im Gelände. Wir begaben uns auf enge Trampelpfade zwischen Kirche und Friedhof, Hohlwege durchs Gestrüpp, schmale Tore und Baumreiche Waldwege voller liegendem Totholz – diese natürlich mit Abhang an der Seite, sonst wäre es ja langweilig so ganz ohne Nervenkitzel. Der Tag der ersten Prüfung war gekommen. Die Prüfung bestand aus einem Ausritt nach Karte mit dem Prüfer, wobei jeder der Teilnehmer mal vorne Reiten musste um zu zeigen, dass er den eingezeichneten Weg auch findet. Dabei stellte der Prüfer gelegentlich noch ein paar Fragen. Auf dem Rückweg ging es durch eine bekannte Wasserpassage, bei der mein Pony den Prüfer ganz besonders beeindrucken wollte. Statt wie die anderen durch das Wasser zu gehen, machte er nach kurzer Demonstration des Unwillens einen Satz über den 2m breiten Graben um sich 5 Schritte später ohne große Vorankündigung fallen zu lassen. Der aufgewühlt-sandige Boden sah an dieser Stelle aber auch zu verlockend aus… Gottseidank hatten trotzdem Alle bestanden, ich auch.

Zum WRA II änderte sich die Gruppe, das Safari-Pärchen wurde durch den urigen Werner ersetzt, der mit Zorro im Gepäck anreiste. So zogen wir an Fronleichnam gleich zu einem gemeinsamen Ausritt mit der ganzen Familie los. Weiter ging es auf Tagesritte mit idyllischen Plätzen zur Mittagsruhe. Einmal ließen wir uns auf einem wunderschön warmen Moosbett nieder. Der Prüfungsritt für das WRA II war über zwei Tage verteilt und verlief entspannt und unauffällig. Bis zur Prüfung zum Wanderreitführer hatten wir einen Wasserdurchlass gefunden, der auch meinem Pony zusagte. Diesmal blamierte er mich nicht und alles verlief reibungslos. Die frisch gebackenen Wanderreitführer waren nun alle glücklich und zufrieden und Ina konnte mit richtigen Nummernschildern nach Hause fahren.  

 

Helena Thomas

Sternritt zum Hessenpark

Am Samstag, den 31. 5. 2014, ging es bei bestem Wetter pünktlich um 9.30 in Berkersheim los. 4 Vereinsmitglieder machten sich mit ihren Pferde auf den ca. 25 km langen Weg in den Hessenpark um am Sternritt der Freizeitreiter e.V. teilzunehmen. Dieser war Teil der „Tierisch-hessisch“ Veranstaltung des Hessenparks, bei der sich dieses Jahr „alles rund ums Pferd“ drehte. Über die Nidda und an Harheim vorbei ging es durchs Feld Richtung Modellflugplatz Nieder Eschbach um dort die Autobahn A5 zu überqueren. Nach einem weiteren schönen Trab war zwischen Seulberg und Bad Homburg das Ziel-Ökosystem „Wald“ erreicht. Der gespendete Schatten war zur Mittagszeit sehr willkommen. Auch die Überquerung der Landstraße 3057 lief trotz Wartezeit an der Ampel (3 Pferde scheinen nicht zu genügen, um eine Kontaktschleife auszulösen) und vorbeifahrenden Rettungsfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn problemlos, nachdem Lena und Lilly Geschick bewiesen und das Ampelknöpfchen gedrückt hatten. Vorbei am Hotel Molitor ging es stetig weiter in den Taunus hinein. Dank braver Pferde und wenig Spaziergänger/Fahrradfahrer konnte hier auch ein ordentlicher Galopp eingelegt werden, mit dem Tinker vorneweg als Tempomacher. Ein Tinker ist schließlich ein Rennpferd. Der erste Versuch die B456 zu überqueren scheiterte, da diese Straße scheinbar genauso stark befahren ist wie eine Autobahn. Gottseidank gab es einen Plan B: die Brücke. So kamen wir auch noch zu unserem Abenteuer, da bei der Umleitung die steilen Hänge des Vordertaunus via Trampelpfad erklommen werden mussten. Da hieß es nochmal anpacken für die Pferde! Acciano hat‘s besonders gut gemacht, aber für alle fühlte es sich primär an wie auf der Stelle treten ohne vorwärts zu kommen. Nach jedem Aufstieg kommt ein Abstieg, gottseidank fanden wir einen Pfad, der nicht ganz so steil war. Und schon war sie erreicht: die rettende Brücke! Ohne diesen kleinen Umweg hätte sonst aber auch alles zu reibungslos geklappt!  

Nun waren wir am Römerkastell Saalburg angekommen und haben den Heimatkunde-Teil des Rittes somit auch abgehakt. Nach einem weiteren flotten Galopp durch den Wald hatten wir nach einer Reitzeit von nur ca. 3h den Hessenpark erreicht. Die Pferde konnten nun auf ihren Paddocks ruhen. Jetzt mussten nur noch Zelte aufgebaut, Teilnehmerfotos gemacht und Schleifen abgeholt werden. Abends gab es noch ein gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer mit Würstchen etc., aber die meisten Reiter waren doch so müde, dass sie gar nicht so spät in ihre Zelte krochen zur wohlverdienten Nachtruhe. Am nächsten morgen konnte sogar bei herrlicher Kulisse im Hessenpark noch Tee getrunken werden. Auch der Heimritt verlief reibungslos, wurde aber nur noch mit 3 Pferden und getauschten Reitern absolviert. Evi hatte bereits im Vorfeld erklärt sie sei zu alt zum Zelten und war so noch am Vorabend per Hänger abgereist. Wolfgang ist Lilly zurückgeritten und Shirin den Tinker. Ich bin mit dem Araber natürlich hin und zurück geritten, man hat ja einen Namen zu verlieren ;-)

Wir hatten eine sehr schöne Zeit zusammen und ich freue mich bereits aufs nächste Mal!

Eure Helena

Liebe Vereinsmitglieder,
Es gibt einen offiziellen Film der Stadt über unseren Stadtteil. Wir Reiter und unsere Pferde spielen darin eine große Rolle. Ganz ehrlich,.... dass wir einen gehörigen Teil in unserem Ort ausmachen haben wir doch schon immer gewusst... Berkersheim ist wirklich ein liebens-und lebenswerter Stadtteil!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Reit- und Fahrverein Niddertal e. V.